Wie Sie CLEANVEST dafür nutzen, genau so nachhaltig zu investieren, wie Sie möchten!

Jeder Mensch hat ein individuelles, eigenes, emotional ausgeprägtes Verständnis von Nachhaltigkeit. Je nach persönlicher Erfahrung, Meinung, Bildungsstand, Herkunft etc. rücken andere lokale oder globale Problemein den Vordergrund, die einem am Herzen liegen. Für die einen sind soziale Standards und faire Arbeitsbedingungen wichtig, für andere ist die Vermeidung von Atomkraft oder der Artenschutz von höchster Bedeutung. Für mich zum Beispiel ist der Klimawandel das dringendste Problem der Nachhaltigkeit, obwohl in der Studie zu planetaren Grenzen der Stickstoffkreislauf und die Biodiversität als noch kritischer angesehen werden. Ich kann mir die Konsequenzen beim Klimawandel besser vor Augen halten und ich halte die Zusammenhänge zwischen Problem, Ursache und Lösung für nachvollziehbarer.

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CLEANVEST mit acht Nachhaltigkeitskriterien

Mit CLEANVEST kann dieses individuelle Verständnis jetzt auch beim Investieren angewendet werden: die acht Nachhaltigkeitskriterien, anhand derer Fonds gesucht werden, können im Detail hier nachgelesen werden. Dabei unterscheiden wir zwischen zwei Positivkriterien und sechs Negativkriterien. Mit den zwei Stufen "wichtig" und "strikt" kann jedes Kriterium auf der Suche nach geeigneten Fonds den eigenen Vorstellungen und Ansprüchen angepasst werden.

Negativkriterien

Die sechs Negativkriterien helfen, ungewünschte Aspekte in einer Investition zu vermeiden. Fünf der sechs Kriterien heißen deshalb "Frei von..."; Artenschutz, das sechste, könnte man auch nennen: "Frei von Unternehmen, die bedrohte Tier- und Pflanzenarten und ihre Lebensräume negativ beeinflussen". Mit den Negativkriterien soll ein äußerer Nachhaltigkeitsrahmen gesetzt werden, innerhalb dessen Ihre Investitionen stattfinden. Bei den eigentlichen Investitionen ist dabei aber völlig offen, in welche Branchen oder Märkte investiert wird.

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Die Negativkriterien sind also sinnvoll, wenn bereits eine Investmentstrategie existiert, die mit Hilfe der Informationen bei CLEANVEST dann umgesetzt werden kann, ohne dabei ungewünschten Schaden beispielsweise im Artenschutz oder im Klimaschutz zu verursachen. Gedanken bei einem Fokus auf Negativkriterien könnten folgende sein: "Ich möchte nicht, dass meine Investitionen Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten unterstützen, die ich für unethisch halte. Darüber hinaus folgen meine strategischen Überlegungen zu Risiko, Langfristigkeit der Investitionen, Sektoren und Märkten jedoch meiner Anlagestrategie, die ich unabhängig von meinen Nachhaltigkeitsansprüchen erstelle."

Positivkriterien

Kommen wir zu den Positivkriterien: Grüne Technologien sowie Bildung und Gesundheit.

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Sie kommen dann zur Anwendung, wenn das investierte Geld einen ganz bestimmten Zweck erfüllen soll. Das Fachwort dafür lautet Impact Investing. Hierbei soll der Impact, also die positive Auswirkung auf die Gesellschaft, die eine Investition hat, maximiert werden, ohne dabei einen finanziellen Return on Investment zu vernachlässigen. Impact Investing ist im Vergleich zur Gesamtgröße des Finanzmarktes (ca. 100 Billionen USD) noch ein relativ kleines Phänomen, gewinnt mit über 500 Milliarden USD Assets under Management im Jahr 2018 aber immer mehr an Bedeutung.

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Der große Unterschied zu Negativkriterien besteht also darin, nicht nur negative Auswirkungen zu vermeiden, sondern die Investition gezielt dafür einzusetzen, positives zu bewirken. Gedanken bei der Nutzung der Positivkriterien könnten sein: "Ich möchte mein Geld dafür nutzen, positive Entwicklungen auf der Welt zu fördern, sei es die Energiewende oder Gesundheit und Bildung für Alle. Im zweiten Schritt prüfe ich dann, inwiefern die Investments mit ihrem Rendite- und Risikoprofil meinen Ansprüchen genügen." Dabei ist zu beachten, dass CLEANVEST lediglich der Transparenz in Nachhaltigkeitsfragen dient, jedoch keine Anlageberatung darstellt oder Empfehlungen abgibt. Im besten Fall halten Sie bei einem Anlagewunsch Rücksprache mit einem entsprechend qualifizierten Berater. Falls Sie das finanzielle Abschneiden von Impact Investments sowieso interessiert, gibt es hier auch eine Studie dazu.

Rendite mit Nachhaltigkeit?

Übrigens - weil dieser Aspekt sehr oft aufkommt: Nachhaltigkeit bei Investments zu beachten wird gerne mit niedrigerer Rendite in Verbindung gebracht. Als ob man eine Entscheidung treffen müsste: "Will ich Rendite erwirtschaften oder möchte ich nachhaltig investieren und dabei keinen Schaden anrichten?"

Das stimmt so nicht! Investitionsentscheidungen mit Nachhaltigkeitskriterien einzugrenzen bedeutet in keinster Weise, auf Rendite zu verzichten. Man reduziert lediglich die Anzahl der Branchen und teilweise auch der Märkte bzw. Länder am Weltmarkt, die für eine Investition in Frage kommen. Im Gegenteil - Unternehmen, die in der Nachhaltigkeitsperformance sehr gut bewertet werden, schneiden üblicherweise auch in finanziellen Aspekten gut ab. So hat der Stoxx Global Climate Change Leaders Index, der auf Basis der Climate A-List von CDP erstellt wird, den Stoxx Global 1800 in den letzten drei Jahren durchschnittlich um 4% pro Jahr outperformt:

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Natürlich wird das Ganze bei Impact Investing schwerer, wenn man sich auf weniger Branchen begrenzt. Das heißt aber nicht, dass Impact Investments nicht auch einen sinnvollen Teil eines gesunden, ausgewogenen Investmentportfolios darstellen können.

Zusammenfassung

Kurzgefasst helfen also die sechs Negativkriterien, ungewünschte Investments zu vermeiden, während Positivkriterien helfen, erwünschte Entwicklungen, wie Investitionen in Gesundheit, zu unterstützen.

Hoffentlich konnten wir Ihnen damit weiterhelfen. Hier können Sie gleich nachschauen, welche Fonds in Österreich Ihren Nachhaltigkeitsansprüchen gerecht werden.