Eine Kooperation mit
Too Good To Go


2,5 t Lebensmittelabfälle pro Millionen Euro Umsatz fallen jährlich im internationalen Lebensmittelhandel an.

Bei 670.0000 Millionen Euro Umsatz jährlich ist das viel zu viel für unser Klima! Durch die Deponierung von Lebensmittelabfällen entsteht Methan, eines der potentesten Treibhausgasemissionen. So ist Lebensmittelverschwendung für 8% der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Erst zu Jahresbeginn definierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler den Kampf gegen die Verschwendung von Lebensmittel als wichtigsten Hebel in der Klimakrise. Dementsprechend sollte Lebensmittelverschwendung ebenfalls eine tragende Rolle in der Wahl des richtigen Investments spielen. Daher haben sich ESG Plus, ein Sozialunternehmen in der nachhaltigen Finanzbranche, und Too Good To Go, die App gegen Lebensmittelverschwendung, zusammengetan und der Lebensmittelverschwendung den Kampf angesagt.

1. Wie kann Lebensmittelverschwendung durch nachhaltige Investments bekämpft werden?

Es geht verstärkt um den Aufbau einer nachhaltigen Wirtschaft, die das Klima schützt und mehr Resistenz für zukünftige Krisen schafft. Dafür braucht es nachhaltige Investitionen, und zwar 260 Mrd. Euro, um die Investitionslücke zu schließen für die Umsetzung des Pariser Klimaschutz Abkommens in der EU.

ESG Plus spezialisiert sich genau auf diese nachhaltigen Investment Lösungen und unterstützt Investor*Innen und Anleger*Innen bei Ihren Investmententscheidungen und misst somit den Nachhaltigkeits-Impact von Unternehmen. Diese werden nach strengen ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien bewertet. Zwei Branchen, die ESG Plus genauer unter die Lupe nimmt, ist der Lebensmittelhandel und die Lebensmittelproduktion. Hier werden zahlreiche Nachhaltigkeitskennzahlen analysiert mit unter anderem einem Fokus auf Lebensmittelverschwendung. Dies wird vor allem von Impact Investor*Innen und Asset Manager*Innen verstärkt verlangt.

75 Milliarden Euro werden in den Lebensmitteleinzelhandel jährlich investiert. Mit diesen Investitionen spielen Investor*Innen und Asset Manager*Innen eine wichtige Rolle und können gemeinsam mit den Unternehmen das Thema Lebensmittelverschwendung systematisch angehen. Dafür ist es aber besonders wichtig, die zugängliche Berichterstattung für Lebensmittelverschwendung zu verbessern. Leider ist dieses Thema oft noch eine „Black Box“ und vor allem bei nicht börsennotieren Unternehmen, die keine Verpflichtung haben eine regelmäßige, öffentlich zugängliche Berichterstattung bereitzustellen, sind wenig bis gar keine Daten im Bereich Lebensmittelabfall vorhanden. Transparenz und eine einheitliche Vorgehensweise für die Nachverfolgung des Lebensmittelabfälle werden die Entscheidungsgrundlagen für Investor*Innen verbessern und sich somit positiv auf die Reduktion von Treibhausemissionen auswirken.

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Welche Rolle spielt Too Good To Go in der Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung und dem Klimawandel?

In einer Analyse der größten Lebensmittelhandelsketten in Österreich und Deutschland konnte ESG Plus für Too Good To Go auf Basis des organischen Abfalls eine Abschätzung der Lebensmittelverschwendung machen. Das Deutschland mit 2,5 Tonnen pro Millionen € Umsatz und Österreich 3,8 Tonnen pro Millionen € Umsatz dem internationalen Vergleich standhalten, zeigt auf das es eine hohe Notwendigkeit zur Verbesserung gibt.

“Der Lebensmitteleinzelhandel hat einen enormen Hebel, was Lebensmittelverschwendung anbelangt. Investorinnen und Investoren können somit als lenkende Kraft gegen den Klimawandel agieren. Doch dafür bedarf es Transparenz”, so Georg Strasser, Country Manager bei Too Good To Go.

Alle von ESG Plus untersuchten Unternehmen haben eine Strategie gegen Lebensmittelverschwendung, wobei Lebensmittelspenden eine weit verbreitete Maßnahme des Einzelhandels sind. Jedoch sind diese Spenden nur bis zu einem gewissen Grad möglich, da diese nicht täglich und auch nicht überall gemacht werden können, weil oft die entsprechenden Organisationsstrukturen fehlen. So ist es zum Beispiel für viele Hilfsorganisationen nicht möglich, übrig gebliebenen Backwaren täglich abzuholen. Daher landen viele der Lebensmittel, die noch genussfähig wären, aber leider nicht mehr verkauft werden dürfen, nicht auf den Teller, sondern in Biogas- oder Kompostieranlagen und in der Futtermittelproduktion.

Genau hier setzt Too Good To Go an: Die App ermöglicht es Betrieben wie Bäckereien, Restaurants, Cafés, Hotels und Supermärkten, ihr überschüssiges Essen zu einem vergünstigten Preis an Selbstabholer*innen zu verkaufen. Die Nutzer*innen retten ihre Portion in Form eines Überraschungssackerls, das sie zumeist kurz vor Betriebsschluss beim Partnerbetrieb abholen. Too Good To Go bietet so eine nachhaltige Lösung, von der die Betriebe, die Konsument*innen und die Umwelt profitieren. So entsteht eine Win-Win-Win-Situation: Ausgezeichnetes Essen für die Kundschaft, weniger Verschwendung für die Betriebe und Ressourcenschonung für die Umwelt.

Welche Gemeinsamkeiten haben ESG Plus und Too Good To Go, und was zeichnet sie als führende österreichische Sozialunternehmen aus?

ESG Plus und Too Good To Go sind Sozialunternehmen, die im Bereich der Lebensmittelverschwendung durch ihre Innovation und Nachhaltigkeits-Impact den Lebensmittelhandel transformieren.

ESG Plus, als Sustainable Finance Fighters, ermöglicht die notwendige Transparenz, um die gesamte Wertschöpfungskette der Lebensmittelproduktion zu verbessern. Durch eine Zusammenarbeit zwischen Investor*Innen und Unternehmen wird die Nachverfolgung und Veröffentlichung der Daten der Lebensmittelverschwendung zur Normalität. Somit wird das Bewusstsein der hohen Verschwendung gestärkt und die erforderliche Basis für die Reduktion der Lebensmittelverschwendung im Handel geschaffen.
Too Good To Go, als Food Waste Warriors, verbindet Endkonsument*innen und Gastronomie- bzw. Lebensmittelbetriebe im gemeinsamen Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Das Ziel ist es, jede Österreicherin und jeden Österreicher zu inspirieren und zu befähigen, selbst aktiv zu werden. In Österreich wurden seit dem Start der App im August 2019 schon über 370.000 Mahlzeiten gerettet. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von über 850 Flügen von Wien nach New York.
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Quellen


http://www.fao.org/3/a-bb144e.pdf

http://www.gsi-alliance.org/wp-content/uploads/2019/06/GSIR_Review2018F.pdf

https://www.bcg.com/publications/2020/global-asset-management-protect-adapt-innovate