Frauen verdienen weniger, haben einen geringeren Pensionsanspruch und noch immer übernehmen in 60% der Fälle die Männer die alleinige Planung über langfristige finanzielle Entscheidungen in einer Beziehung. Es sieht also so aus als wäre Geld männlich. Aber stimmt das?

Mit Investments Gleichberechtigung schaffen

Geld = Männlich? Nicht unbedingt! Schätzungsweise liegen 40% des globalen Vermögens in der Hand von Frauen und in Europa verfügen Frauen zwischen 30 und 65 Jahre 200 Milliarden Euro an angespartem Kapital, das sie am Finanzmarkt anlegen könnten. Zusätzlich sparen Frauen mehr als Männer und erzielen laut einigen Studien auch mehr Gewinne an der Börse. Also die besten Voraussetzungen für die Gleichung: Geld = Männlich + Weiblich!

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© Roberto Maccariello / ESG Plus

Aber wenn man sich die Zahlen ansieht, geht diese Gleichung nicht ganz auf. Noch immer überlassen viele Frauen finanzielle Entscheidungen ihren Partner. So machen das zum Beispiel rund 63% aller deutschen Millenial-Frauen bei der langfristigen Finanz- und Anlageplanung. Das spiegelt sich auch in den Zahlen des Vorsorgeverhaltens von Frauen und Männern wider. Laut einer Studie der Ersten Bank sorgen in Österreich nur 14% der Frauen mit Fondssparen, 11% mit Fonds und 6% mit Einzelaktien vor. Im Vergleich dazu sorgen 21% der befragten Männer mit Fondssparen, 22% mit Fonds und 17% mit Einzelaktien vor. Es überrascht also nicht, dass jede zweite Frau in Österreich und Deutschland Geldanlagen mit geringen oder keinen Wertschwankungen, wie Sparbücher oder-konten, bevorzugt. Aber es wäre so wichtig, dass Frauen mehr vorsorgen und Risiko bei ihren Geldanlagen eingehen.

Warum? Um die berühmt berüchtigte Pensionslücke zu schließen, die derzeit in Österreich bei 42% liegt, das heißt Frauen bekommen im Durchschnitt 42% weniger Pension als Männer. Auch ist Altersarmut ein vorwiegend weibliches Problem. So haben in Österreich derzeit 11,4% der Frauen keinen Pensionsanspruch. Zum Vergleich bei Männern liegt der Wert bei 0,6%. Die Gründe dafür sind zahlreich: Geringeres Einkommen durch jahrelange Teilzeitbeschäftigungen, schlechteres Verhandeln von Gehältern, selteneres Einnehmen von Führungspositionen und vieles mehr. Auch geringeres Selbstbewusstsein oder fehlendes Wissen zu dem Thema Investments tragen dazu bei, dass Frauen sich mit finanzieller Vorsorge weniger beschäftigen.

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© Roberto Maccariello / ESG Plus

Hier bedarf es nicht nur systemischer Veränderungen, sondern jede Frau kann ihre persönliche Pensionsvorsorge selbst in die Hand nehmen. Schon geringe Beträge können investiert und die Risiken durch langfristige Anlagen sowie Diversifizierung abgeschwächt werden. Zum Beispiel kann das klassische Sparkonto mit einem Fondssparplan oder ETF-Investments ergänzt werden.

Ein zusätzlicher Motivationsschub für den Start der Finanzplanung: Es ist möglich mit dem eigenen investierten Geld, die Welt ein Stück gerechter zu machen und so zum Beispiel Frauengleichberechtigung zu fördern.

Mit Investments für mehr Gerechtigkeit

Mit der kostenlosen Onlineplattform cleanvest.org können sich private Anleger*innen anhand neun Umwelt- und Sozialkriterien über die Nachhaltigkeit von mehr als 4.000 Investmentprodukten informieren. Dadurch ermöglicht CLEANVEST als Vergleichsportal seinen User*innen eine selbstbestimmte Zukunftsvorsorge und ihre Investmententscheidungen mit den eigenen persönlichen Werten in Einklang zu bringen.

Anlässlich des Weltfrauentags am 08.03 launcht CLEANVEST gemeinsam mit HeForShe Vienna, eine gemeinnützige Solidaritätskampagne von UN Women, die sich weltweit für Geschlechtergleichstellung einsetzt, ein zehntes Nachhaltigkeitskriterium: Gleichstellung von Frauen.

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© Adrien Coquet from the Noun Project

In Investments Gleichberechtigung fördern

Basierend auf den Menschenrechten ist jegliche Diskriminierung aufgrund des Geschlechts verboten. Das Sustainable Development Goal (SDG) Nummer 5 hat sich zum Ziel gesetzt, alle Formen der Diskriminierung gegen Frauen und Mädchen zu beenden.

Hier spielen Wirtschaft und Arbeitsmarkt eine erhebliche Rolle. Sexuelle Belästigung und Übergriffe, ungleiche Bezahlung, diskriminierende Bewerbungsprozesse, verwehrte Aufstiegschancen und vieles mehr sind leider noch immer Probleme mit denen Frauen konfrontiert werden. Umso wichtiger ist es, die Gleichstellungen von Frauen in Unternehmen voranzutreiben. Mit dem neuen CLEANVEST Kriterium ist es nun möglich für Investor*innen gezielt in Fondsprodukte zu investieren, die keinen negativen Einfluss auf die Gleichstellung von Frauen haben.

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© Roberto Maccariello / ESG Plus


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